Kategorie: Sprachkapriolen

  • Lieber den Spatz in der Hand …

    … als den Dachs auf dem Dach.

    Ziemlich verwirrt war ich angesichts dieser Aufschrift, und die Korrektorin in mir stand kurz davor zu glauben, da hätte sich jemand aber einen ordentlichen Fauxpas geleistet. Bis ich nachrecherchierte und feststellte: Der »Dachs« ist Markenname eines kleinen Heizkraftwerks für Wohnhäuser und Gewerbeimmobilien … Wieder was gelernt. 🙂

  • Sprachökonomie auf Trierisch

    Deutsche Sprache, schwere Sprache. Warum sollte es denn nicht ein bisschen einfacher gehen? Die Trierer jedenfalls haben das Wort »nehmen« komplett aus ihrem Wortschatz gestrichen und verwenden nur noch das universell einsetzbare »holen«. Eine Eigenart, die man sich nach ein paar Jahren vor Ort durchaus angewöhnen kann, wenn man nicht aufpasst wie ein Luchs …

    Paar beim Einsteigen am Bahnhof: »Schatz, holst du den Koffer?«

    Mann (verwirrt): »Wieso holen, er steht doch direkt neben dir???«

    Der Trierer »nimmt« niemals seine Medizin, er holt sie grundsätzlich. Nach einer Party holt man gerne jemanden im Auto mit und sogar die Pfunde werden abgeholt.

    Auch bis in die Zwiebelfisch-Kolumnen von Bastian Sick (»Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod«) ist das Thema bereits vorgedrungen:

    https://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-wo-holen-seliger-denn-nehmen-ist-a-462908.html

    Das Foto sollte den letzten hieb- und stichfesten Beweis liefern, dass Sie, liebe Leser, mir diese Geschichte auch wirklich abholen können … 😉

    Universität Trier 
Kaffee zum Mitholen
    Bar „Übergang“, Universität Trier
  • Hal-tee inne …

    Kleine Entdeckung aus dem Kreta-Urlaub, für alle Freunde der internationalen Wortspielerei und der gepflegten Tasse Tee am Morgen …

  • Armutszeugnis Arbeitszeugnis

    Da der Verfasser hauptberuflich mit gedruckter Literatur zu tun hat, könnte er sich eigentlich im Klaren sein über den Unterschied zwischen wirtschaftlichem Abschwung (Rezession) und ein paar harmlosen Besprechungen von Büchern (Rezension). Aber zur Not war eben die Autokorrektur schuld …