Mehr Festtagsstimmung geht nicht! Unser erster Besuch auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt 

Ich bleibe grundsätzlich misstrauisch, wenn mir zu häufig mitgeteilt wird, dass man diesen oder jenen Ort unbedingt gesehen haben muss. So erging es mir lange Zeit mit dem Straßburger Weihnachtsmarkt. Kann er wirklich so wunderschön sein, wie alle sagen? Oder wird man dort nicht eher totgetreten, anstatt die Atmosphäre genießen zu können? Antworten gibt es in meinem kleinen Besuchsbericht!

Straßburg zur Adventszeit – eine Stadt im Ausnahmezustand

Das Besondere am Straßburger Weihnachtsmarkt wurde recht schnell offensichtlich: Hier gibt es nicht nur einen zentralen Markt, sondern die gesamte Innenstadt spielt mit! Stände und Märkte verteilen sich über verschiedenste Plätze und Gassen. Dazu ist die Stadt bunter geschmückt, als es der Weihnachtsmann eigentlich erlauben sollte: Überall blinkende Lichter, bewegliche Installationen und atemberaubend aufwändige Dekoration, wo immer man hinschaut. Und die allermeisten Geschäfte stimmen mit ein und schmücken ihre Außenfassaden mit so viel Liebe und Blick fürs Detail, dass man einfach stehen bleiben muss. So sind selbst entlegene Seitenstraßen mit den staunenden Kindern nur noch im Schneckentempo zu bewältigen. 

Ein Nachmittag zwischen überladenem Kitsch, Touristenströmen – und besinnlicher Atmosphäre 

Wir besuchten den Weihnachtsmarkt am zweiten Wochenende und sind damit möglicherweise dem größten Besucheransturm entgangen. Voll war es in jedem Fall, umso voller, je fortgeschrittener die Stunde. Doch der größte Andrang entstand definitiv an einigen wenigen beliebten Hotspots: Rund um die Kathedrale, auf dem Place Kléber, wo ein überdimensionaler Weihnachtsbaum der Blickfang schlechthin war, oder in der Rue des Orfèvres mit ihren hart am Kitsch vorbeischrammenden Lichtinstallationen. Hier war stellenweise nur noch Durchschieben angesagt.

Abseits der überfüllten Plätze gab es jedoch jede Menge Raum, um die weihnachtlich geschmückte Stadt in aller Ruhe und Ausführlichkeit zu erkunden. So beispielsweise am Ufer des Quai de Bateliers, der zum romantischen Flanieren unter künstlichem Sternenlicht einlud. 

Unser Fazit: Lohnt sich ein Besuch?

Unterm Strich: Ja! Einmal im Leben muss man ihn einfach gesehen haben! Als Kennerin typisch uriger deutscher Weihnachtsmärkte ist der Besuch in Straßburg ein fast schon exotisch anmutendes Erlebnis. Hier verbinden sich traditionelle Elemente mit modernem Weihnachtskitsch zu einem einzigartigen Spektakel. Lediglich der Anblick schwer bewaffneter Polizisten an jeder Ecke hat den Zauber etwas gedämpft, aber Sicherheit geht nun einmal vor. Und die gezielte Lenkung der Besucherströme hat dafür gesorgt, dass auch an Engstellen keine Panik aufkam. 

Wenn ihr dorthin wollt, fahrt unbedingt mit der Bahn von Kehl aus über die Grenze. Das erspart euch auch, in langwierige Kontrollen zu geraten (die Autoschlange über den Rhein konnten wir von der Bahn aus beobachten). Wer noch weitere Informationen über den Straßburger Weihnachtsmarkt sucht, wird auf den Seiten des Office de Tourisme fündig.

Mehr Festtagsstimmung geht nicht! Unser erster Besuch auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt 
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