Wenn der feine Leckerbissen plötzlich Beine kriegt
Der brummige Bär Bruce hasst kleine niedliche Tier und schätzt auch sonst nichts mehr als seine Ruhe. Seine einzige Leidenschaft: die kulinarisch anspruchsvolle Küche! Als ihm ein Rezept für hartgekochte Gänseeier mit Honig-Lachs-Soße in die Pfoten fällt, kann er einfach nicht anders und besorgt sich gleich ein paar frische Bio-Eier aus dem Nest von Mama Gans.
Doch als er vom Feuerholz holen zurückkehrt, muss er feststellen, dass die Eier verschwunden sind. Stattdessen schaut er in mehrere Paar großer runder Gänseaugen. Nicht genug, dass ihm die leckere Mahlzeit entgeht – die Gänse sind überzeugt, dass Bruce ihre einzig wahre Mama sein muss! Und so verfolgen sie den notorischen Griesgram fortan auf Schritt und Tritt …
Anrührend komisch: Ein eigenbrötlerischer Bär wird zur Gänsemama wider Willen
Langsam reift sogar bei Bruce die Erkenntnis: die hilflosen Dinger wird er so leicht nicht mehr los. Also fügt er sich seinem Schicksal und spielt mit herrlich genervtem Blick die Ersatzmama. Für große und kleine Leser ist es ein diebisches Vergnügen zu sehen, wie sich der notorisch schlecht gelaunte Bär mit den unbeeindruckten Gänseküken herumplagt. Doch so schwer er sich auch damit tut: Im Grunde trägt er doch ein weiches Herz unter seinem dicken Bärenfell. Mama sein ist ganz schön anstrengend! Und doch möchte selbst ein Brummbär seine Schützlinge zu guter Letzt gar nicht wieder hergeben.
Fazit: Eine versöhnliche Botschaft und eine herrlich komisch illustrierte Geschichte für kleine Vorlesefreunde ab vier Jahren.
Rund ums Buch:
Autor und Illustrator Ryan T. Higgins hatte mit diesem Bilderbuch seinen großen Durchbruch in den USA. Der Windy Verlag sorgte dafür, dass wir das kleine Meisterwerk nun auch auf Deutsch genießen können. Und auch die Fortsetzung lohnt sich wieder: Hotel Bruce steht für euch bereit!
Mama Bruce * Ryan T. Higgins * Windy Verlag * 978-3-948417-28-4 * 40 Seiten * Bilderbuch * ab 4 Jahren
Pünktlich zur Ferienzeit gibt es heute einmal Urlaubstipps aus erster Hand. Mehrfach hat man uns in den letzten Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass der Bodensee als Familie unbedingt auf die Liste von Urlaubszielen gehört. Im vergangenen Sommer war es dann so weit: 10 Tage haben wir uns im idyllischen Uhldingen-Mühlhofen direkt am See einquartiert. Und ich kann sagen: Wir waren begeistert, von den vielen Möglichkeiten, seine Zeit zu verbringen, von der herrlichen Landschaft und natürlich dem tollen Wetter. Hier findet ihr also eine Auswahl unserer schönsten Ausflugsziele und Aktivitäten. Viel Spaß beim Stöbern!
1. Insel Mainau
Meine persönliche Nummer 1, direkt nach Meersburg: Schon die Überfahrt mit dem Schiff ist ein Erlebnis für Groß und Klein. Die Insel selbst darf den Namen „Blumeninsel“ absolut zu Recht tragen: Es gibt überall wunderschöne Arrangements und üppige Beetanlagen zu bewundern, dazu beeindruckende Baumriesen und natürlich die herrliche Aussicht auf den See.
Aber da ist noch jede Menge mehr: Für Kinder gibt es ein spannendes Quiz, das rund um die Insel führt, außerdem herrliche Spielplätze und ein paar Tiergehege mit Bauernhofbewohnern zum Streicheln. Highlight ist auch das zweitgrößte Schmetterlingshaus Deutschlands. Die bunten, federleichten Bewohner ziehen auch die Kleinsten schon in ihren Bann.
Wer die Insel besuchen möchte, sollte reichlich Zeit mitbringen: Man muss schon gut zu Fuß sein, um halbwegs alles gesehen zu haben. Mit dem Fahrrad darf man dort leider nicht auf Tour gehen. Auch, wenn der Preis nicht ganz günstig ist (bis zu 28,50 EUR für einen Erwachsenen, plus Transfer; Stand Juli 2023), so lohnt sich der Besuch in jedem Fall und bietet Familien viel Raum zum Durchatmen und Entspannen.
2. Pfahlbauten Unteruhldingen
Quasi direkt vor unserer Haustür befanden sich die Pfahlbauten von Unteruhldingen. Sie gehören zum ältesten deutschen Freilichtmuseum und befinden sich direkt am Bodenseeufer. Auf Holzstegen wandert man zwischen den einzelnen Hütten umher und begibt sich auf eine Reise zurück in die Stein- und Bronzezeit, immer begleitet von einem fabelhaften Ausblick auf das Seepanorama.
Kindgerecht vermittelt erfährt man hier, wie solche Häuser gebaut wurden und wie die Menschen in dieser Zeit lebten. Alles ist sehr detailgetreu und die Mitarbeiter waren gerne bereit, auf Nachfrage spannende Geschichten zu den gezeigten Exponaten zu erzählen. Denn in der dazugehörigen Ausstellung warten über 1.000 faszinierende Originalfunde. Auf dem „Steinzeitparcours“ an Land gibt es auch Spielangebote für die Kleinsten und die Möglichkeit für ein Picknick.
Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert und kann sehr individuell gestaltet werden. Erwachsene zahlen 12,00 EUR, Kinder ab 5 Jahren 8,00 EUR Eintritt (Stand Juli 2023).
3. Bodenseestrand Uhldingen
Unmittelbar neben den Pfahlbauten befindet sich eine Strandpromenade mit der Möglichkeit, direkt und kostenlos am See zu liegen und baden zu gehen. Hier haben wir die meiste Zeit verbracht, denn abseits vom Planschvergnügen werden hier jede Menge Freizeitaktivitäten geboten: Es gibt mehrere Einkehrmöglichkeiten und Eisdielen, dazu eine Minigolfanlage.
Highlight ist jedoch sicherlich der riesengroße Spielplatz direkt am See, der sich optisch an die danebenliegenden Pfahlbauten anlehnt. Die Holzhütten, Steine und Seilgerüste bieten den Älteren jede Menge Klettermöglichkeiten. Ein überschatteter Sandkasten lockt die Kleineren und die Schaukel direkt ins Blaue des Sees hinein hat etwas absolut Einzigartiges.
Leider war dieser Strand recht beliebt und bei gutem Wetter im August komplett überfüllt. Ein bisschen ruhiger war es an der Seepromenade am Bootshafen, gegenüber der Pfahlbauten. Hier kann man schön spazieren gehen und einen fantastischen Blick in die Ferne genießen.
4. Meersburg mit Burg Meersburg
Von den Städtchen, die wir besichtigt haben, war Meersburg unsere unangefochtene Nummer 1! Die historische Altstadt bezaubert mit ihrem Charme und die Hanglage der Stadt direkt am Bodensee mitten in den Weinbergen tut ihr Übriges. Voll war es auch hier überall, und dennoch sollte man diese Perle auf gar keinen Fall verpassen.
Unser Highlight war die Burg. Da der Kleine so gar nicht dafür aufgelegt war, mussten wir leider auf den wohl äußerst lohnenswerten Rundgang verzichten. Doch an der Kasse wurden wir freundlicherweise darauf hingewiesen, dass wir einen kleinen Teil der Burg auch ohne Eintritt besichtigen können. So war es dann auch, und wir konnten zumindest ein wenig Mittelalter-Atmosphäre schnuppern und auf der Dachterrasse mit atemberaubender Aussicht eine Erfrischung zu uns nehmen.
Großartig sind übrigens auch das Strandbad und die Therme, die unmittelbar nebeneinander am Seeufer liegen. Neben vielfältigen Becken mit Seeblick gibt es auch den direkten Zugang zum Gewässer. Das Strandbad lockt mit einer tollen Erlebnislandschaft für Kinder mitten im See! Aber Achtung: Die darf wirklich nur von Schwimmern genutzt werden – Schwimmflügel reichen da leider nicht …
5. Und sonst so?
Die Bodenseeregion hat noch viele weitere attraktive Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Manches hat uns dann eher enttäuscht, was häufig am wirklich heftigen Besucherandrang lag. Während unseres Besuchs auf dem Affenberg Salem beispielsweise hieß es einfach nur Durchschieben. In Ruhe die possierlichen Tiere beobachten war gar nicht möglich. Ins Schloss Salem durften wir mit unserer Kraxe nicht hinein, was man uns am Ticketschalter noch nicht mitzuteilen in der Lage war. Ein ziemlicher Reinfall.
Der Besuch in Konstanz war nett, aber nicht umwerfend, das hiesige Sea-Life drastisch überfüllt. Überlingen hat einen wunderschönen Stadtgarten, der sich lohnt. Ansonsten war für uns Erwachsene eine Tour durch die Weinberge nahe Meersburg der Hit, mit gigantischer Aussicht und einem Stopp am idyllischen Rebgut Haltnau. Selbst der Spielplatz hat jedoch die Kinder an diesem Tag nicht mit der Wanderung versöhnen können. Alle Interessen unter einen Hut zu bringen ist eben doch manchmal eine Kunst …
Rund um das Osterfest haben die fleißigen Hasen, aber auch die Kindergartenkinder, richtig viel zu tun: Eiersammeln im Hühnerstall, Backen und Basteln, Eier bemalen und verstecken … Wenn es dann soweit ist, gehen alle auf die Suche nach den bunten Nestern – und die Hasen genießen ihren wohlverdienten Feierabend …
Auf 11 Doppelseiten gibt es jede Menge zu entdecken, von (ei)friger Ostervorbereitung in der Kita bis hin zum Suchabenteuer im Stadtpark. Wo versteckt sich das rotkarierte Ei und wer findet die kleine Maus zwischen den Küken? Kleine Adleraugen-Besitzer:innen ab zwei Jahren haben lange Freude an den kniffligen Suchaufgaben – und lernen ganz nebenbei viele neue Worte.
Das perfekte Mitbringsel für mehr Abwechslung im Osternest!
„Sachen suchen“ im Auto, beim Kinderarzt oder wenn Papa in der Küche steht
Die Reihe „Sachen suchen“ bietet mittlerweile zu fast jedem Thema wunderschöne Wimmelbilder im praktischen Format. Die Bücher passen in jede Handtasche und sind für kleine Kinderhände ideal geeignet: Stabile Pappseiten machen die Reihe nahezu unkaputtbar und die Bände sind auch in aufgeklappten Zustand von Kleinkindern prima zu handhaben. Unser Junior kann Stunden damit verbringen, sich die vielen niedlichen Details immer wieder anzuschauen. Eine Suchleiste und kurze Texte bieten zusätzliche Abwechslung. Dieses Wimmelbuch lädt dazu ein, gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen, kann erschöpften Eltern aber auch genauso gut ein paar ruhige Minuten zum Durchschnaufen garantieren!
Fazit: Ein altersgerechter Wimmelspaß, der noch weit über die Ostertage hinaus immer wieder Freude bereitet!
Rund ums Buch:
In der Reihe „Sachen suchen“ sind kunterbunte Wimmelbücher zu allen Themen erschienen, die Kinderherzen höherschlagen lassen: Von E wie Einsatzfahrzeuge bis T wie Tiere im Wald.
Sabine Cuno * Sachen suchen: Frohe Ostern * Ravensburger Verlag GmbH * 978-3-473-43393-3 * Januar 2013 * 24 Seiten * Pappbilderbuch * ab 2 Jahren
Der Webauftritt für alle, die es schlank mögen: Das kennzeichnet den Onepager
Wie der Name erahnen lässt, passt der Onepager auf eine einzige URL – Impressum und Datenschutz nicht mitgezählt. Dabei ist Onepager die Abkürzung für den etwas sperrigen Begriff „Onepage-Website“, auch bekannt unter dem Synonym „Single Page“.
Der User scrollt sich also lediglich durch eine einzige Seite von oben nach unten durch und findet hier ohne lästige Klickerei auf Unterseiten alle wichtigen Informationen in kompakter Form. Für den Leser klingt das alles erstmal ungemein praktisch. Aber in welchen Fällen macht dieses Seitenformat tatsächlich Sinn?
Von Nutzerführung bis zum responsiven Design: Was schafft der smarte Kompaktauftritt?
Unkompliziertes Scrollen und ein ungestörter Lesefluss sind die größten Vorteile der Single Page gegenüber einer traditionell aufgebauten Website. Auch am anderen Ende profitieren wir als Anbieter vom Aufbau der Seite, die den Besucher geradlinig hin zum eigentlichen Ziel führt: der Kontaktaufnahme oder dem Kauf. In der Marketingsprache nennt man das auch „Conversion“. Die Seitenstruktur macht es uns leicht, den Nutzer Schritt für Schritt in die gewünschte Richtung zu lotsen.
Da eine komplexe Navigation wegfällt, kann die Seite auch einfacher für mobile Endgeräte optimiert werden. Das ist heutzutage ganz besonders entscheidend, denn die längste Zeit surfen Nutzer heutzutage tatsächlich bereits am Smartphone – und nicht vor dem Desktop-PC.
Das leidige SEO-Problem: Woran das Schmalspur-Konzept scheitert
Sobald die Seite verschiedene Themen und/oder Produkte abdecken soll, stößt der Onepager an seine Grenzen: Zum einen kommt es ab einer gewissen Seitenlänge zu nutzerunfreundlichen Ladezeiten. Zum anderen wird das Ranking negativ beeinflusst: Die auf einer einzigen URL gedrängte Themenvielfalt macht es Google schwer, die Seite einzuordnen. Klassische Suchmaschinen-Optimierung mit passgenauen Keywords ist nicht mehr möglich. Die Folge: Die vorderen Plätze der Ergebnislisten bleiben auf diese Weise unerreichbar. Man muss mit kostenintensiven Maßnahmen wie Google Ads nachhelfen.
Wo liege ich mit einem Onepager richtig? Beispiele aus der Praxis
Damit der Onepager seine Stärken ausspielen kann, sollte sich die Seite auf ein Thema fokussieren, das in angemessener Kürze dargestellt werden kann. Ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung können ebenfalls im Mittelpunkt stehen.
Die Solo-Seite eignet sich also perfekt als Landingpage, die auf einen größeren Auftritt weiterverweisen kann:
Für den Elektrotechniker Stengel aus Durlach haben wir einen Onepager zu einer besonderen Dienstleistung erstellt. Seine Spezialität sind Wallbox-Installationen für Elektrofahrzeuge. Darauf aufbauend entstand eine Seite mit Hintergrundinformationen und Fördermöglichkeiten zum Thema E-Mobilität im Raum Karlsruhe. Am Ende wird der User auf den Webauftritt von Martin Stengel bzw. dessen Kontaktformular weitergeleitet.
Ein Beispiel für den kompakten Kurzauftritt eines Unternehmens ist unser Onepager zur Erhardt-Betontankstelle:
Die Seite betontankstelle-ka.de stellt die Funktionsweise der Anlage vor, liefert Informationen zu den Vorteilen von Frischbeton to go und gibt wichtige Hinweise zu Transport und Verarbeitung des Baustoffes. In Kurzform erhalten Interessenten damit den nötigen Input, um sich endgültig für den Besuch der Betontankstelle zu entscheiden und gleichzeitig optimal vorbereitet zu fühlen.
Interessant ist ein Onepager auch für Freelancer, wenn sie sich auf eine bestimmte Dienstleistung konzentrieren oder wenn ihnen das Ranking nicht so wichtig ist und die Seite eher als digitale Visitenkarte betrachtet wird.
Einfacher geht’s kaum? Darum ist ein richtig guter Onepager eine besondere Herausforderung
Auf den ersten Blick scheint es, als sei der Onepager eine simple Sache. Doch das täuscht. Botschaften und Informationen müssen für diesen Webseiten-Typ stark komprimiert werden. Kurz und knackig formulieren ist eine Kunst. Bestimmte Layout-Kniffe wie aufklappbare Listen oder Galerien zum Durchklicken helfen, dem Platzmangel entgegenzuwirken. Außerdem müssen die Leser:innen über die gesamte Seitenlänge hinweg bei der Stange gehalten werden. Das funktioniert mit einem ausgefeilten Storytelling und sollte schließlich dazu führen, dass die Menschen zum Telefonhörer greifen oder eine Bestellung tätigen – was auch immer als Ziel der Seite verfolgt wird. Text und Bildsprache müssen also ineinander greifen und für die gelungene Single Page von Anfang bis Ende perfekt sitzen.
Wer sich jetzt für die schlanke Trendwebsite begeistern kann, dem helfe ich gerne weiter, mit Tipps zum sinnvollen Aufbau und Texten, die auf ganzer Linie Überzeugungsarbeit leisten!
Ein Mädchen und ihr knuddeliger Teddybär: Vane Kosturanov erzählt in traumhaften Bildern die Geschichte einer berührenden Freundschaft, zwischen die kein Blatt passt. Gemeinsam entdecken und erobern sie die Welt im Sturm: Sie flitzen mit dem Fahrrad durch die Gegend, tauchen ab – auf den Meeresgrund oder in die Tiefen des Bücheruniversums – und träumen von Reisen zur Sonne und den funkelnden Sternen. Bär ist immer an ihrer Seite, auch wenn sie krank ist oder mal Trost braucht. Doch aus dem kleinen wird irgendwann ein großes Mädchen. Neue Freunde treten auf den Plan. Wird sie ihren treuen Begleiter jetzt einfach vergessen?
Die erste und wichtigste Freundschaft im Leben
Jeder von uns hat doch dieses eine Kuscheltier, das er eines Tages irgendwo auf einem Dachboden oder in einer längst vergessenen Kiste wiederfindet … „Mein bester Freund, der Bär“ erzählt von dieser besonderen Beziehung. Die Illustrationen, die Vane Kosturanvo zu diesem Buch geschaffen hat, sorgen für eine geradzu magische Atmosphäre beim Vorlesen. Sie zeigen die Welt durch Kinderaugen, fantasievoll, farbenfroh und mit dem Blick für das Wesentliche. Sie geben der kindlichen Vorstellungskraft Raum und fangen zauberhafte Momente des Alltags ein, die man als Erwachsener in dieser Form nur noch selten wahrnimmt.
Fazit: Eine Geschichte, die zu Tränen rührt, und wundersame Illustrationen, die in Erinnerung bleiben: „Mein bester Freund“ ist ein Bilderbuch, das einfach nur zu Herzen geht und lange dort verweilt!
Rund ums Buch:
Die magische Welt rund um den kuscheligen Bären und „sein“ Mädchen wurde vom mazedonischen Künstler Vane Kosturanov erschaffen, der beschlossen hat, niemals erwachsen zu werden. Für den Mixtvision Verlag durfte ich die Schlusskorrektur dieses kleinen Wunderwerks übernehmen.
Mein bester Freund, der Bär * Vane Kosturanov * Mixtvision Verlag * 978-3-95854-190-0 * August 2022 * 32 Seiten * Bilderbuch * ab 3 Jahren
Wie schön wäre es, wenn man als Betrieb einen maßgeschneiderten Leitfaden hätte, der die individuellen Anforderungen an die hauseigenen Nachwuchskräfte bündelt! Und welcher Auszubildende freut sich nicht, wenn er sich darauf verlassen kann, am Ende alles Wichtige tatsächlich mitbekommen zu haben? Unser Kunde erhardt Galabau gibt seinen Azubis ein Qualitätsversprechen für ihre Lehrzeit im Unternehmen. Dazu gehören praxisorientierte Aufgaben, die alle Auszubildenden im Laufe der drei Jahre bearbeiten müssen und die das nötige Know-how vermitteln und festigen.
Von der nackten Aufgabensammlung zum attraktiven Lernwerkzeug: Unser Projektauftrag
Grundlage unserer Arbeit war eine bereits vorhandene Aufgabensammlung der Initiative für Ausbildung, aus der die Azubibeauftragten für das Unternehmen geeignete Fragestellungen gewählt hatten. Unsere Herausforderung bestand nun darin, für jeden Lernbereich ein eigenes Modulhandbuch zu erstellen. Die Aufgaben mussten verständlich formuliert, didaktisch sinnvoll erweitert und ansprechend mit Grafiken und Bildern präsentiert werden. Das Ziel: Die Azubis sollten beim Blättern direkt Lust kriegen, loszulegen!
Gemeinsam mit Grafik-Designerin Petra Jörger von saftigesGrün sind insgesamt 10 Module entstanden, die künftige Azubigenerationen als PDF herunterladen und nach der Bearbeitung digital einreichen können.
Mehr Durchblick – mehr Motivation!
Orientierung bieten gehörte zu unseren wichtigsten Zielen. Für jedes Modul wurde eine prägnante Einleitung formuliert, die den Azubis einen Überblick verschafft, worum es in diesem Bereich geht, wofür das erworbene Wissen wichtig ist und worauf es am Ende wirklich ankommt. Grafische Symbole führen durch die Seiten und machen auf den ersten Blick erkennbar, was zu tun ist. Das übersichtliche Layout sorgt dafür, dass sich niemand von der Aufgabenfülle erschlagen fühlen muss, und die Unterteilung der Aufgaben in mehrere Schritte sorgt für motivierende Teilerfolge bei der Bearbeitung.
Bunte Methodenvielfalt: Lernen mit allen Sinnen
Das einfache Frage-Antwort-Spiel sorgt nicht unbedingt für langfristige Lernerfolge. Deshalb haben wir die Grundaufgaben an vielen Stellen erweitert und mit unterschiedlichen Methoden angereichert. Die künftigen Garten-Profis erstellen Mind-Maps, müssen fotografieren und zeichnen, mit verschiedensten Materialien arbeiten oder Messgeräte selbst austesten. Dabei werden sie auch angeregt, geeignete Projekte in Gruppenarbeit anzugehen und sich Rat von erfahrenen Fachkolleg:innen einzuholen. Langweilig wird’s so schnell jedenfalls nicht!
Barrierefreies Lernen
Auch das kommt häufig vor: Auszubildende, die (noch) Probleme mit der deutschen Sprache haben und denen das Lesen und Verstehen schwerfällt. Unser Ansatz: Die Aufgabenstellungen so transparent wie möglich machen. Neben den Symbolen und dem übersichtlichen Layout haben wir mit anleitenden Bearbeitungsbeispielen gearbeitet. Dort, wo Fachbegriffe oder schwierige Wörter auftauchen, haben wir einfache Begriffserklärungen hinzugefügt, die den Text leichter verständlich machen.
Lernen 2.0: Das Bonusprojekt Intranet
Die Aufgaben herunterladen und online einreichen? Das geht, über die ebenfalls neu erstellte Azubi-Plattform. Hier finden die Lehrlinge außerdem wichtige organisatorische Informationen, Termine, Ansprechpartner:innen und die Antworten auf häufig gestellte Fragen. So bleiben sie stets auf dem aktuellen Stand. Das Intranet wurde bewusst auf Wachstum und Mitgestaltung ausgelegt: So entstand beispielsweise ein Glossar mit Fachbegriffen aus dem Garten- und Landschaftsbau, das sukzessive auf Vorschlag mit neuen Einträgen ergänzt werden kann.
Unser Fazit: Ein rundherum herausforderndes Projekt, das wir zur vollsten Zufriedenheit umsetzen und durch zahlreiche eigene Ideen bereichern konnten! Azubimodule und Intranet ebnen kommenden Generationen bei erhardt Galabau den Weg in eine optimal strukturierte betriebliche Ausbildung.
Bremen, wie es leibt und lebt: Illustratorin Valeska Scholz kennt sich aus mit der Stadt an der Weser und ihren Bewohnern. Dieses geniale Wimmelbuch profitiert von ihrer exzellenten Beobachtungsgabe und bringt uns ganz nah dran an Herz und Seele dieser einzigartigen Metropole.
Vom Marktplatz über die Schlachte bis hin zur Überseestadt fängt sie zentrale Orte ein, die jeder echte Bremer kennt und regelmäßig aufsucht. Wir tauchen ein in das geschäftige Treiben rund um den Roland, schnuppern Kirmesluft auf dem „Freimarkt“, zählen süße Tierbabys im Bürgerpark oder Fahrradfahrer am Weserstrand.
Lustige und skurrile Szenen aus dem Bremer Alltag
Die „Lütten“ Selma und Lenni sowie ihr Hund Büdel begleiten junge Wimmelfans ab 2 kreuz und quer durch die ganze Stadt. Jeder Ort im Buch ist nicht nur unverkennbar bis ins letzte Detail dargestellt. Alle Schauplätze werden lebendig durch die unzähligen kleinen Szenen, die sich dort abspielen: ein Hund beklaut den Würstchen-Verkäufer in der Überseestadt, ein Junge jagt Enten im Bürgerpark und die unverzichtbaren Werder-Fans ziehen gut gelaunt am Weserstrand entlang. Wer in der Stadt zu Hause ist, kommt nicht umhin zu sagen: Das kommt mir doch alles äußerst bekannt vor!
Fazit: Eine vergnügliche Entdeckungsreise für jeden, der Bremen kennt und liebt!
Rund ums Buch:
Valeska Scholz studierte, lebt und arbeitet in der schönen Hansestadt und hat bereits mehrere Bücher für den dort ansässigen Carl Schünemann Verlag illustriert.
Valeska Scholz * Das Bremen Wimmelbuch * Carl Ed. Schünemann * 978-3-7961-1115-0 * Januar 2021 * 16 Seiten * Pappbilderbuch * ab 2 Jahren
Der folgende Beitrag ist längst überfällig: Seit mehreren Jahren wundern wir uns über die großen und kleinen Dinge, die hier irgendwie anders laufen. Damals sind wir vom verregneten Bremen in ein schnuckeliges badisches Dörfchen umgezogen.
Natürlich hatten wir damit gerechnet, dass es Unterschiede geben wird: Schließlich hat es uns von einer weltgewandten, einkommensschwachen und irgendwie anarchischen Großstadt direkt in ein konservatives Nest mit traditionellen Werten und deutlich erkennbarem Wohlstand verschlagen, das von echten Einheimischen höchstens für einen Ausflug in »die Stadt« verlassen wird.
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Doch der Vergleich mit anderen ländlichen und urbanen Regionen, die wir näher kennen, zeigt: Das erklärt nicht alles! Zeit also, sich mit dem »Clash of Cultures« zwischen Nord und Süd einmal ausgiebiger zu beschäftigen. Wichtig dabei: Wer Klischees findet, darf sie gerne behalten. 😉 Nur wenige Kilometer weiter, bei den berühmt-berüchtigten Schwaben, geht’s sowieso schon wieder eigen zu. Ich habe lediglich Spaß daran, gesammelte Beobachtungen und Erfahrungen zu teilen. Und lasse mich gerne darauf ein, wenn ihr anderes erlebt habt.
1. Pünktlichkeit
In Bremen hat mir der norddeutsche Hang zur Überpünktlichkeit schon so manchen Ärger eingehandelt. Getreu dem Motto: »Wer pünktlich kommt ist schon zu spät« saßen sogar in den Babykursen alle Mütter spätestens fünfzehn Minuten vor der Zeit im Raum und warteten – auf mich. Wie sie das nur schafft, hatte ich eine gefragt. Die Antwort: Mindestens eine Stunde früher losgehen und zur Not noch eine halbe Stunde um den Block rennen …
Was fühlte ich mich erleichtert, als ich hier zum ersten Mal zwei Minuten verspätet kam, mich in alter Gewohnheit in größter Demut entschuldigte – und nur ein müdes Abwinken erntete: »Entspannen Sie sich, Sie sind ja gar nicht wirklich zu spät! « Seitdem atme ich auf.
Todsünde im Norden: Zwei Minuten vor der Zeit auftauchen. »Wir warten schon …!«
2. Religion
Dazu folgende vielsagende Anekdote: Als sich jemand aus der Familie in NRW ein Dokument ausstellen ließ, um Taufpate in Bremen zu werden, wunderte sich die Beamtin folgendermaßen: »Ach, und bei den Heiden da oben brauchen Sie das? « Egal ob Stadt oder Land: Religion spielt im Süden einfach die größere Rolle. Atheisten suche ich bislang vergebens, während man in Bremen schon fast als wunderlicher Exot galt, wenn man angab, gläubig zu sein.
In unserer Gegend beherbergen sogar die sonst so liberalen evangelischen Kirchen wahre Hardcorechristen. Im konfessionellen Kindergarten fanden jedenfalls, neben dem Singen von Kirchenliedern und dem Malen von Bibelmotiven (z.B. die sieben Todsünden …) wenig andere Themen Platz.
Todsünde (wortwörtlich) im Süden: Erklären, dass man mit Gott und dem ganzen Kirchengedönse nix am Hut hat …
3. Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft
Während uns in Bremen nur genervte Blicke trafen, nachdem unsere Tochter aus dem Kinderwagen gefallen war, trug mir ein Mann vor Ort mein verlorenes 10- Cent-Stück noch fast einen halben Kilometer hinterher. Extrembeispiele? Vielleicht. Tatsächlich jedoch ist man hier – zumindest vordergründig – freundlicher. Das fängt schon beim Bäcker an. In Bremen ist es schwer, einem Verkäufer wenigstens ein müdes Lächeln abzuringen. Und wehe, du hast im Restaurant einen Sonderwunsch …
Dabei muss man aufpassen, dass man die hier manchmal fast übertrieben wirkende Hilfsbereitschaft und überschwängliche Freundlichkeit nicht überinterpretiert. Tatsächlich habe ich es manchmal erlebt, dass Einladungen und Angebote offenbar aus purer Höflichkeit ausgesprochen wurden und man für Irritationen sorgte, als man diese tatsächlich annahm. Hier ist der Norden doch einfach ein Stück weit ehrlicher.
Todsünde im Süden: Eigentlich ist das Hindernis auf deiner Seite – und trotzdem wird man dir oft genug die Vorfahrt schenken. Wehe, wenn du das nicht sofort schnallst und losbraust …
4. Gesprächigkeit
Ich bin wirklich nicht ausnehmend geschwätzig. Und doch kam ich mir in Bremen oft wie die größte Quasselstrippe vor. Man sagt ja, über Babykurse könne man prima Kontakte knüpfen. Das ist bloß so schwierig, wenn alle sich konsequent anschweigen und wenig mehr hervorbringen als »Moin« und »Tschüss« … Erst nach einer gefühlten Ewigkeit – also zwei Kurszyklen später – bröckelte langsam das Eis. Aber ein Rest von Zurückhaltung ist bei den Bremer Mamis, die ich näher kennengelernt habe, immer geblieben.
Das sah bei den – zugezogenen – Kolleginnen und Kollegen von Anfang an anders aus.
Und hier im »Länd«? Ganz andere Welt! Da wirst du gnadenlos überall ins Gespräch verwickelt: Im Wartezimmer vom Arzt, an der Kasse im Supermarkt, gerne auch mitten auf der Straße. In der Regel bleibt es bei Oberflächlichkeiten. Aber es ist einfach nett, wenn Menschen spontan und offen ihre Gefühle mit dir teilen. 😊 Meistens, jedenfalls. 😉
Todsünde im Norden: Mit Vermietern/Ärzten/Kita-Erziehern und Co. über Dinge zu sprechen, die nicht unmittelbar mit der Sache zu tun haben. Ausgenommen vielleicht das »Schietwedder« …
5. Sauberkeit & Ordnung
Sylvester in Bremen bedeutet Krieg! Schon den ganzen Tag über knallt es an allen Ecken und Enden der Stadt. Wem seine körperliche Unversehrtheit lieb ist, der betritt die Straßen der zentraleren Viertel nach ca. 21 Uhr nicht mehr. Der Dreck, der einen am Morgen danach erwartet, liegt jenseits aller Vorstellungskraft. Und es dauert Tage, an manchen Stellen gar Wochen, bis die letzten Spuren endlich beseitigt sind.
Was habe ich mich über das Schauspiel hier vor Ort amüsiert! Kurz vor 12 wird ein wenig Feuerwerk auf die Straße geschoben, das um PUNKT Mitternacht gezündet wird. Keine 15 Minuten nach dem Jahreswechsel sind bereits die letzten Sektflaschen eingesammelt. Dem Dreck vom Feuerwerk wurde fein säuberlich mit dem Handfeger zu Leibe gerückt. Am Morgen danach hätte man an eine Fata Morgana glauben können. 😉
Todsünde im Süden: Das Nichteinhalten der sogenannten Kehrwoche. Wenn du dich bei deinen Nachbarn unbeliebt machen willst, steht dieser Fauxpas eindeutig ganz oben auf der Liste …
»Eines Tages hatten Papas Haare einfach keine Lust mehr …« Was für ein Schock: Da schweben sie plötzlich mitten durch das Badezimmer! Aber sooo leicht gibt Papa natürlich nicht auf: Bewaffnet mit Kescher und Staubsauger jagt er die Abtrünnigen kreuz und quer durch die ganze Stadt, nicht ohne ein wildes Chaos zu hinterlassen. Im Zoo verliert sich die Spur. Zwischen all den Haarträgern funktioniert hier die Tarnung einfach viel zu gut. Papa ist ganz schön verzweifelt. Wird er jetzt für immer kahl bleiben? Dann kommt plötzlich Post, aus Haargentinien und Singhaarpur …
Man sieht sich immer zweimal – ein vergnüglicher Spaß für junge Leser:innen
Der Witz steckt im Detail, denn wir als Leser sind tatsächlich mit gefragt auf der Jagd. Sind das jetzt endlich die vermaledeiten Haare – oder doch bloß die Straßenmarkierung? Die minimalistischen Illustrationen von Jörg Mühle sind wie geschaffen für ein Verwirrspiel der besonderen Art und bieten ganz viel extra Unterhaltung zur herrlich komischen Geschichte. Da sucht man doch sprichwörtlich nach dem letzten Haar in der Suppe … Die Texte sind kurz und einfach gehalten und motivieren zum Mit- und Selberlesen. Ganz nebenbei wird mit dem Wasserkreislauf noch erstes Sachwissen verpackt. Eine runde Sache!
Fazit: »Als Papas Haare Ferien machten« garantiert viele spaßige Momente, regt die Fantasie an und vermittelt die beruhigende Botschaft, dass nichts für immer verloren sein muss. Eine uneingeschränkte Empfehlung für alle Leseanfänger:innen, die sich an erste Buchprojekte heranwagen wollen.
Rund ums Buch:
Jörg Mühle ist preisgekrönter Illustrator und hat neben vielen weiteren Auszeichnungen bereits den Deutschen Jugendliteraturpreis für »Viele Grüße, Deine Giraffe« erhalten. Nominiert war er auch für »Zwei für mich, einer für dich«.
Jörg Mühle * Als Papas Haare Ferien machten * Moritz Verlag * 978-3-89565-427-5 * Februar 2022 * 72 Seiten * Hardcover * ab 7 Jahren
Social Media für Unternehmen: Auf der zeitfressenden Jagd nach den begehrten Likes
Haben Sie sich auch schon einmal auf TikTok vor der Kamera verrenkt? Einen Shitstorm ausgesessen? Oder versucht, im Dauerfeuer der Stories auf Instagram mitzuhalten? Immer ganz vorne mit dabei zu sein, hippe Videos zu produzieren und den neuesten Trends hinterherzulaufen kann ganz schön aufreibend und ressourcenintensiv werden. Wer mit Leib und Seele postet und kreiert, kann auch hier als Unternehmen dicke Pluspunkte einfahren. Aber eine halbherzige Social-Media-Präsenz „weil das halt dazugehört“ bringt keinen echten Mehrwert. Leichter in der Handhabung, weniger zeitaufwendig und garantiert erfolgsversprechend ist etwas anderes: Die regelmäßige Pflege eines firmeneigenen Blogs.
Überschaubarer Aufwand – hohe Nachhaltigkeit: Warum sich Corporate Blogging immer auszahlt
„Ein Blog? Das ist doch Schnee von gestern!“ So denkt jetzt sicher der eine oder andere. Tatsächlich aber lesen 21% der Deutschen regelmäßig Blogs während gerade einmal 12% der Unternehmen die Möglichkeiten nutzen, die dieses Marketinginstrument ihnen bietet.
Ein gut geführter und lebendiger Firmenblog bringt Vorteile auf gleich mehreren Ebenen:
Expertise beweisen: Mit speziellem Wissen können Sie sich profilieren und zeigen, was Sie von den Wettbewerbern abhebt. Wer sind Sie und wo liegen Ihre besonderen Stärken?
Ein Unternehmen zum Anfassen sein: Werte vermitteln Sie authentisch, indem Sie Einblicke in Ihren Firmenalltag und Ihre Art zu Arbeiten ermöglichen. Damit bieten Sie Kunden, Geschäftspartnern und auch den eigenen Mitarbeitern eine Identifikationsmöglichkeit
Bewerber überzeugen: Jeder Bewerber oder angehende Azubi wird sich Ihre Webseite ansehen. Ein Firmenblog ermöglicht es, bereits vorab zu kommunizieren, wie man bei Ihnen arbeitet und was Ihnen wichtig ist. Das erzeugt Sympathien und räumt schon im Vorfeld mit falschen Vorstellungen auf
Ihre Online-Sichtbarkeit erhöhen: Regelmäßige Beiträge auf der Firmenseite signalisieren Google und Co., dass Ihre Webpräsenz immer gut gepflegt und auf dem neuesten Stand ist. Das resultiert in besseren Rankings
Und was sind nun die Vorteile eines Blogs gegenüber anderen Plattformen wie Facebook und Co.?
Tatsächlich bleibt der Aufwand für regelmäßiges Bloggen im Vergleich mit dem Content-Hunger der Sozialen Medien überschaubar. Blogging bietet großzügige Zeitfenster. Es muss nicht jeden Tag mehrmals etwas Neues her. So sind ein bis zwei substantielle Beiträge im Monat völlig ausreichend, wenn sie zuverlässig erscheinen. Videos sind nice-to-have, müssen aber nicht unbedingt sein. Fotos können zum Teil auch von kostenlosen Stockplattformen bezogen werden. Und der Moderationsbedarf in der Kommentarspalte hält sich zumeist in Grenzen. Doch das ist noch längst nicht alles:
Volle Kontrolle: Auf dem firmeneigenen Blog redet Ihnen niemand rein. Die Inhalte bleiben Ihr geistiges Eigentum und unterliegen keinerlei externen Bestimmungen
Langlebigkeit: Während Inhalte auf anderen Plattformen verloren gehen, sobald Sie sich abmelden, Accounts gesperrt werden, Funktionen entfallen oder gar das ganze Netzwerk eingestellt wird, bestimmen Sie alleine, wie lange was online bleibt
Eine treue Leserschaft, die ehrlich an Ihrem Input interessiert ist: In den sozialen Medien dreht sich vieles um Likes und Follower. Wie du mir, so ich dir, lautet oft das Prinzip: Likes werden als Gegenleistung verteilt, auch wenn eigentlich kein weitergehendes Interesse besteht. Wer hingegen bei Ihnen auf dem Blog mitliest, den haben Sie wirklich überzeugt!
Ein paar hilfreiche Tipps zum Schluss: Die Dos und Dont’s beim Corporate Blogging
Sie haben gleich Lust bekommen, Ihren ersten firmeneigenen Blog mit Leben zu füllen? Wunderbar! Hier finden Sie einige Hinweise, die Ihnen helfen, typische Fallstricke zu vermeiden.
Inhaltlich:
Quantität vor Qualität: Auf einem Blog sind die Ansprüche höher. Daher lieber ein gut informierter Beitrag anstelle von drei Meldungen über Belanglosigkeiten
Nicht zu viel Eigenwerbung: Übermäßig Lobhudelei vertreibt Leser:innen, denn sie besitzt keinerlei Mehrwert für diese. Bieten Sie lieber hilfreiche Kostproben von Ihrem Spezialwissen an
Ehrlich währt am längsten: Bleiben Sie authentisch! So darf der potentielle Gartenbau-Azubi ruhig merken, dass es in seinem Traumjob nicht nur ums Blümchen pflanzen geht 😉
Persönlichkeit zeigen: Wer sind Sie und für welche Werte steht Ihr Unternehmen? Mit einer klaren Haltung sammeln Sie Sympathiepunkte
Lebendig erzählen: Mit etwas Übung wird auch aus einem scheinbar drögen Thema eine spannende Geschichte
Formal:
Leserlich bleiben: Achten Sie auf die Schriftgröße, genügend Absätze und aussagekräftige Zwischenüberschriften. Fachbegriffe sollten gut verständlich erläutert werden, wenn Sie Ihre Leserschaft breit halten möchten
Dem Fehlerteufel zu Leibe rücken: Ein seriöser Blog sollte groben Schreibfehlern großzügig aus dem Weg gehen. Hier geht es schließlich um das Image Ihres Unternehmens
Die Metadaten-Sektion kennen und gewissenhaft pflegen: In der Regel können Sie Textauszüge für die Google-Suchanzeige selbst festlegen. Nutzen Sie das, um potentielle Leser:innen zum Anklicken zu verführen
Die Macht der Bilder nutzen: Eine reine Textwand erschlägt. In jeden Beitrag gehören passende Bilder, die Ihre Aussagen unterstreichen. Das können auch kostenlose Stockfotos sein, wenn die Rechte geklärt sind und die Abbildungen ins Konzept passen
Suchmaschinenfreundlich für bessere Sichtbarkeit: Ein gut strukturierter Text (siehe Punkt 1), der die richtigen Schlüsselwörter zum Thema enthält, wird auch von Google und Co. positiv gesehen und landet im Ranking hoch oben
Sie finden niemanden im Unternehmen, der Lust hat, zu schreiben? Ihnen fehlt es noch an zündenden Ideen, worüber Sie eigentlich bloggen könnten? Gerne unterstütze ich Sie beim Thema Corporate Blogging, sowohl beratend, als auch mit der Erstellung guter, lesenswerter Beiträge. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!
Referenzprojekt: Aktuelles bei erhardt Galabau (bis Februar 2022)